Oberflächenveredelung

ALUMINIUMOBERFLÄCHENVEREDELUNG:

Mit Hilfe der Oberflächenveredelung wird das ästhetische Aussehen des Produkts verbessert bzw. sein Widerstand gegen Korrosion und Verschleiss erhöht. Darüber hinaus können durch die Oberflächenveredelung auch die Wärmeabsorptions-, Reflektions- und elektrischen Eigenschaften des Aluminiumprofils verändert werden.

WAS IST DAS ELOXALVERFAHREN?

Der Begriff Eloxal stammt aus dem Deutschen und bedeutet die elektrische Oxidation von Aluminium. In der internationalen Terminologie wird das Verfahren als „anodische Oxidation“ oder „Eloxierung“ bezeichnet. Das Eloxalverfahren ist ein spezielles Oberflächenverfahren für Aluminium und findet in einem elektrochemischen Prozess statt. Als Elektrolyt wird eine saure Lösung verwendet. Das Aluminium, das veredelt werden soll, ist die Anode des elektrolytischen Verfahrens. Ein kontrollierter Strom (im Allgemeinen Gleichstrom) wird für eine bestimmte Zeit zwischen dem Aluminium (Werkstück), das eloxiert werden soll, und der Kathode durchfliessen lassen. Die Eloxalschichtstärke wird mit der Zeit festgelegt. Während des Verfahrens erwärmt sich das Elektrolyt. Um die Temperatur konstant zu halten, findet ein Abkühlungsprozess statt. Das Eloxalverfahren ist eine der wichtigsten Oberflächenveredelungen für Aluminiumprodukte. Es wird seit siebzig Jahren sowohl für dekorative Zwecke als auch für den industriellen Einsatz verwendet. Um die Eloxalschicht für architektonische Zwecke zu färben, hat man zahlreiche Versuche durchgeführt und Prozesse entwickelt. Die meisten dieser Prozesse basieren darauf, dass die Farbpigmente in die poröse Struktur der Eloxalschicht eindringen. Vor der Oberflächenveredelung findet die Vorbehandlung der Oberflächen statt. Mit Hilfe der Oberflächenvorbehandlung kann das dekorative Aussehen der Oberfläche verändert und die Oberflächenhaftung verbessert werden, damit die Eloxalschicht besser haftet.

Die Verfahren zur Veränderung des dekorativen Aussehens der Oberfläche können mechanisch oder chemisch sein. Zu den mechanischen Verfahren gehören Polieren, Satinieren, Entgraten oder Sandstrahlen. Verfahren wie Entgraten und Sandstrahlen sind eher für kleine Werkstücke geeignet. Das Polier- und Satinierverfahren werden hingegen für lange Profile eingesetzt. Infolge des Satinierens entstehen durch die Bürstendrähte, die insbesondere zum Minimieren der Extrusionslinien und/oder Vereinfachung der chemischen Mattierung verwendet werden, leichte Linien. Beim Polieren dabei erhält man eine glänzende Oberfläche.

Die chemischen Vorbehandlungen werden entsprechend der gewünschten Oberflächenqualität ausgewählt. Für eine matte Oberfläche wird mit Lösungen, die Natronlauge enthalten, gebeizt, für eine glänzende Oberfläche wird die chemische Tauchmethode oder elektrochemische Poliermethode mit säurehaltigen Lösungen angewendet. Die Lösungen, die zum Polieren verwendet werden, können ganz oder teilweise aus Phosphor-, Salpeter- und Chromsäure bestehen. Die chemischen Vorbehandlungen bestehen aus mehreren Schritten. Vor dem Beizen oder Polieren wird die Oberfläche in einem schonenden Verfahren entfettet. Auf das Beiz- oder Polierverfahren folgt das Reinigungsverfahren mit Säure zur Beseitigung der Reaktionsrückstände, die sich auf der Oberfläche bilden.

WAS IST ELEKTROSTATISCHE PULVERBESCHİCHTUNG?

Die elektrostatische Pulverbeschichtung ist ein Verfahren zur Oberflächenbeschichtung, bei der die Oberfläche des zu beschichtenden Werkstücks mit einem Pulver beschichtet wird, das Farbpigmente enthält, und anschließend eingebrannt wird. Damit die Farbe auf der Oberfläche haftet, wird das Werkstück zuerst gereinigt und chromatisiert. Anschließend wird es getrocknet, geerdet und durch die Pulverbeschichtungskabine laufen lassen. Dabei sprühen Farbpistolen in der Kabine den elektrostatisch aufgeladenen Pulver auf die Oberfläche des geerdeten Aluminiumprofils, wo sie haften bleiben. Das Aluminiumprofil, das mit dem Pulverlack beschichtet worden ist, kommt in den 180 Grad heißen Trockner, wo die Farbe polymerisiert und sich als homogene, glatte Schicht auf das Profil legt.
Obwohl bei der elektrostatischen Pulverbeschichtung keine so widerstandsfähige Schicht wie beim Eloxalverfahren entsteht, wird das Verfahren wegen der großen Farbpalette, dem Glanz, der Struktur und der leichten Anwendung gerne bevorzugt.

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